
Die Saison 2025 begann mit der EM in Litauen – und mit einem soliden Einstieg in die internationale Wettkampfsaison. Im Massenstartrennen zeigte ich eine technisch und mental gute Leistung, auch wenn ich physisch noch nicht ganz bei 100 % war. Im Mitteldistanzrennen folgte ein Rückschlag, mit vielen Fehlern und grossem Zeitverlust. Mit einem überzeugenden Sprint und einer guten Staffelleistung konnte ich die EM jedoch positiv abschliessen.
Wichtige Entwicklungsschritte
Die EM machte deutlich, dass ich gegenüber dem Vorjahr Fortschritte erzielen konnte. Gleichzeitig zeigte sie aber auch, dass die Umsetzung neuer Wettkampfkonzepte noch nicht in allen Situationen gelingt und ich gelegentlich in alte Muster zurückfalle.
Im Sommer sammelte ich im Trainingslager in den Wäldern nahe der WM wertvolle Erfahrungen und konnte meine Konzepte weiter verfeinern. Der O-Ringen in Schweden bildete eine intensive letzte Vorbereitungswoche. Obwohl die Form dort noch nicht auf ihrem Höhepunkt war, zeigte mir das Rennen, dass ich, mit etwas Erholung, rechtzeitig zur WM in sehr guter Verfassung sein würde.
WM – Saisonhöhepunkt mit Medaillenerfolg
Mit der WM kam das grosse Highlight der Saison. Physisch war ich in Topform, und je näher die Rennen rückten, desto ruhiger wurde ich mental. Ich war von meinem Wettkampfkonzept überzeugt und die letzten Trainings stützten meine Zuversicht und Vorfreude.
Bereits das erste WM-Rennen gelang mir super – eine sehr fokussierte Leistung, bei der ich trotz einzelner Unsicherheiten jeweils richtig reagieren und so die Fehler klein halten konnte. Die Medaille gleich zum Auftakt war eine riesige Überraschung und Motivation. In den folgenden Rennen blieb ich ebenfalls solide unterwegs, auch wenn ich nicht mehr ganz an die Leistung vom Sprint herankam. Entscheidend war jedoch: Die Entwicklung zeigt klar in die gewünschte Richtung.

Solider Saisonabschluss in Bulgarien
Zum Saisonende, am Weltcupfinal in Bulgarien, bremste mich im Sprint der etwas zu grosse Respekt vor einem möglichen Sturz und das nicht optimale Wettkampfkonzept aus. Die Langdistanz hingegen gelang mir, abgesehen von einer falschen Routenwahl, über weite Strecken sehr gut. Trotzdem kann ich eine wichtige Erkenntnis mitnehmen: Ich kann auch in langen, harten, anspruchsvollen Rennen mit vielen Höhenmetern mit der Spitze mithalten.
Ein weiterer Höhepunkt war mein Debüt im ersten Team der Schweizer Mixed-Staffel, ein würdiger Abschluss der internationalen Saison.

Fazit zur Saison
Ich darf auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Technisch und mental konnte ich deutlich konstantere Leistungen abrufen als im Vorjahr, und auch physisch gelang ein grosser Schritt nach vorne. Dass wir meine Topform punktgenau zu den Weltcuprunden getroffen haben, ermöglichte es mir, bei sämtlichen Rennen um gute Platzierungen zu kämpfen.
Die erste WM-Medaillle bei der Elite ist für mich ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Dass ich zudem mehrfach nahe an einem Diplomrang war, zeigt, dass dieser Erfolg kein Zufall war. Der 8. Gesamtrang im Gesamtweltcup und die beiden Schweizermeistertitel (Sprint und Langdistanz) runden eine starke Saison ab. Ausserdem freue ich mich über meinen ersten Sieg in der Gesamtwertung des Swiss Cup.
Nach einer kurzen Trainingspause, in der ich meine Rennen analysiert und die Planung für 2026 vorbereitet habe, startet nun die Vorbereitung auf die neue Saison – voller Motivation und Vorfreude darauf starte ich mein Wintertraining.
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